PMS32 Online- Hilfereferenz
CAE-Funktionen -
Übersicht
Ø
Grafische
Stücklistenausgabe
Ø
Druckeinstellungen
für Stücklistenausgabe
Ø
Beistellungen
und Fremdbearbeitung
Dieses Dokument
geht im Speziellen auf die Möglichkeiten der Stücklistenbearbeitung in PMS32 im Zusammenhang mit EPLAN5
ein und erläutert die Arbeitsschritte und Einstellungen.
Innerhalb von PMS32 wird ein Projekt als
übergeordneter Vorgang von Stücklisten bezeichnet. Damit lassen sich mehrere
EPLAN-Stücklisten unter einem Projekt zusammenfassen.
Somit muss zuerst ein CAE-Projekt erstellt werden.
Wählen Sie den
Menüpfad "EPLAN / CAE-Stückliste" oder "Prozesse / Vorgänge /
CAE-Stückliste".
Nun haben Sie den
Projekt- / Stücklistenkopf erstellt.
Der
Stücklistenassistent steuert den gesamten Datenaustausch zwischen EPLAN-Projekt
und PMS32-Stücklisten.
Über die
Schaltflächen mit den blauen Pfeilen kann die jeweilige Aktion direkt gestartet
werden.
Sollen mehrere
Aktionen nacheinander ausgeführt werden, dann kreuzen Sie das entsprechende
Kästchen der Aktion an und starten Sie die Aktionen über die Schaltfläche
„Gewählte Akt. Starten“.
Bei Auswahl aller
Aktionen werden diese in folgender Reihenfolge ausgeführt:
PMS32-Stückliste aktualisieren à EPLAN Projekt aktualisieren à Grafische Stücklistenausgabe à Grafische Bestelllistenausgabe à Schaltschrankaufbau à Montageaufbau
Zur Ausgabe der
grafischen Stückliste nach EPLAN muss ein Ausgabeformular (Report) gewählt
werden. Dieser Report bestimmt, wie die Daten für die Ausgabedatei aufbereitet
werden.
In der
Reportbearbeitung kann der Report verändert werden. Die erreichen Sie über das
Menü CAE-Funktionen à EPLAN Funktionen à Grafische Ausgabe.
Es kann weiterhin
eine gespeicherte Druckeinstellung gewählt werden. Durch die Auswahl einer
Druckeinstellung kann folgendes beeinflusst werden:
·
Filter
und Sortierung der Ausgabedatei
·
Grafische
Ausgabeseiten in EPLAN
Wurden die
Grafikseiten in EPLAN einmal erstellt und wird die Druckeinstellung nicht
verändert, werden die Ausgabeseiten bei erneuter Übertragung nach EPLAN
überschrieben.
Wird für die
Ausgabe der Grafikseiten eine andere Druckeinstellung verwendet (Dabei ist der
Name der Druckeinstellung entscheidend), werden die bereits erstellten Seiten
nicht überschrieben, es kann ein neuer Ausgabebereich gewählt werden.
Sind in EPLAN
bereits Grafikseiten mit verschiedenen Druckeinstellungen erstellt worden so
werden bei erneuter Auswahl einer Druckeinstellung, die bereits verwendet
wurde, die entsprechenden Ausgabeseiten in EPLAN überschrieben.
Diese Funktion
ermöglicht eine Ausgabe mehrerer grafischer Stücklisten mit unterschiedlichem
Inhalt wie Beispielsweise eine Verschleißteilliste, Ersatzteilliste oder eine
Liste mit Fluid- oder Elektrotechnikteilen.
Siehe Grafische
Stücklistenausgabe, jedoch wird in EPLAN der Bereich als Bestellliste
gekennzeichnet.
Erzeugt eine Datei
mit Teilen für den Schaltschrankaufbau. Wird aus Gründen der
Abwärtskompatibilität noch angeboten.
Für die Ausgabe der
Montageaufbaudatei muss der korrekte Report ausgewählt werden (MONAUFD).
Hiermit wird eine
Ausgabedatei für den Montageaufbau von EPLAN5 (ab Vers. 5.30) erzeugt.
Hiermit wird die
Stückliste aus dem EPLAN Projekt ausgelesen und nach PMS32 eingelesen. Dabei wird die Stückliste aktualisiert und alle Änderungen
in der Differenzliste protokolliert (falls in den FiP’s aktiviert).
Hiermit werden die
Positionen aus PMS32 im EPLAN Projekt aktualisiert. Damit können Artikel ans EPLAN Bauteil
geschrieben werden. Das Bauteil wird über das BMK identifiziert.
Evtl. können aus
logischen Gründen nicht alle Bauteile aktualisiert werden, diese werden bei dem
Abgleich nicht berücksichtigt. Kontrollieren Sie ggfs. Klemm- und
Steckerleisten.
Im folgenden Dialog
„Druckeinstellungen“ können die Einstellungen unter beliebigen Namen
gespeichert und bei Bedarf wieder aufgerufen werden.
Damit bei einem
normalen Ausdruck diese Einstellungen verwendet werden, muss die Einstellung
unter dem gleichen Namen wie die Vorgangsnummer der Stückliste lautet
gespeichert werden.
Alle hier
gespeicherten Einstellungen können im Stücklistenassistent zur Erstellung
Grafischer Stücklisten ausgewählt werden.
Wichtig für das
Speichern der Druckeinstellungen ist die Nummerierungsart. Es können nur
Druckeinstellungen gleicher Nummerierungsart im Stücklistenassistent gewählt
werden. (Dies hängt mit den Sortierungsmöglichkeiten zusammen.)
Durch Einlesen der
Stückliste wird die Nummerierungsart festgelegt. Erst danach sollten Einstellungen
gespeichert werden. Andernfalls kann die Einstellung in der Maske „Kopfdaten“
manuell vorgenommen werden. Ist die Nummerierungsart nicht festgelegt worden,
werden Fragezeichen in der Maske angezeigt (siehe Bild).
|
|
Darüber
hinaus kann aus der Maske Druckeinstellungen direkt gedruckt werden, um die
Druckausgabe aus PMS32 direkt auf einen Drucker gefiltert und
sortiert vornehmen zu können. |
Filter
Hier kann ein
Kürzel und ein Langtext als Beschreibung für die gespeicherten Werte eingegeben
werden. Soll diese Einstellung beim normalen Ausdruck der Stückliste verwendet
werden, dann muss der Kurztext mit der Vorgangs- bzw. Stücklistennummer
übereinstimmen.
Hier wurde die
Nummerierungsart nicht festgelegt. Kann in den Kopfdaten nachgeholt werden bzw.
wird automatisch beim Stücklistenimport gemacht.
·
Nummerierungsart
1
·
Nummerierungsart
2
Der
Druckfilter wurde um einige Werte erweitert.
In
Artikelgruppe kann zwischen Elektro- und Fluidteilen unterschieden werden,
falls diese in der CAE-Stückliste gekennzeichnet wurden.
Sortierung, Verfügbarkeit und Reihenfolge
Wie kann nun mit
den neuen Funktionen Beispielsweise eine Ersatzteilliste erzeugt werden?
Zunächst mal einen groben Überblick.
In EPLAN müssen die
Bauteile entsprechend gekennzeichnet werden. Verwenden Sie dazu nicht die neuen Felder für Ersatzteil,
Verschleißteil usw. Diese Felder werden zwar nach PMS32 übernommen, können jedoch noch nicht gefiltert werden.
Tragen Sie
Beispielsweise in das Feld TEILEART ein „E“ für Ersatzteil oder ein „V“ für
Verschleißteil oder beides „EV“ falls dieses Bauteil beide Eigenschaften
erhalten soll. In PMS32 können diese Kennzeichen problemlos
ausgelesen werden.
Nach dem Einlesen
der Stückliste nach PMS32 können Sie eine Druckeinstellung für
Ersatzteile anlegen, Im Feld Teileart kann jetzt eine Auswahl auf „E“ oder „V“
erfolgen. Speichern Sie diese Einstellung beispielsweise unter ERSATZ ab.
Falls im Feld
Teileart sowohl ein „E“ als auch ein „V“ eingetragen ist und sie nicht sicher
sind, an welcher Stelle dieses Zeichen steht, geben Sie als Filterwert „*E*“
oder „*V*“ ein. Wenn Sie beides eingeben möchten, trenne Sie die Eingabe mit „
; “ Semikolon.
Danach kann über
den Stücklistenassistent die grafische Stückliste mit der Druckeinstellung
„ERSATZ“ nach EPLAN geschrieben werden. Falls noch keine Stückliste mit der
Kennung „ERSATZ“ in EPLAN angelegt wurde, wird eine neue Stückliste angelegt
und Sie können den Bereich wählen, in den die Stückliste geschrieben wird.
Jetzt im Detail:
Kennzeichnen der Bauteile in EPLAN
In Teileart
können verschiedene Zeichen zur Kennzeichnung der Artikel eines Bauteils
hinterlegt werden. Die Zeichen einfach ohne Trennzeichen hintereinander
eingeben.
Einlesen der Stückliste nach PMS32
Nach dem
Anlegen der Stückliste in PMS32 kann über den Stücklistenassistenten die
Stückliste eingelesen werden.
Über die
Schaltfläche mit dem blauen Pfeil kann die Stückliste aus dem Plan ausgelesen
und nach PMS32 eingelesen bzw. aktualisiert werden.
Nach dem
Einlesevorgang kann in dem Feld CAE-Teileart (einzublenden über Positionen à Tabelleneinstellungen E11.TART) die Eingabe
ersehen werden.
Anlegen einer Druckeinstellung
Für die
Ersatzteilliste benötigt man nun noch eine Druckeinstellung, die über den
Menüpunkt Datei à Druckeinstellungen angelegt bzw. geändert werden kann.
Im Feld
Teileart kann mit F3 die in der Stückliste enthaltenen, verschiedenen Eingaben
ausgewählt werden. Speichern Sie die Eingaben unter dem Namen „ERSATZ“ ab.
Es werden
alle Datensätze selektiert, die im Feld Teileart ein „E“ enthalten. Geben Sie
„*E*“ ein, wenn sie nicht sicher sind, an welcher Stelle das Zeichen „E“
eingetragen wurde.
Schreiben der grafischen Ersatzteilliste
nach EPLAN
Über den
Stücklistenassistent kann nun die grafische Stückliste nach EPLAN geschrieben
werden. Sollte die Liste mit der Druckeinstellung mehrfach nach EPLAN
übertragen werden, so wird diese Liste (mit der Kennzeichnung „ERSATZ“)
überschrieben. Gab es noch nie eine Übertragung mit der Kennzeichnung „ERSATZ“
können sie die Position im Schaltplan wählen.
Die gleiche
Funktion kann auch über die „Grafische Bestelllistenausgabe“ erreicht werden.
Jedoch sollten Sie sich für einen Ausgabetyp entscheiden, um eine doppelte
Anlage der Listen in EPLAN zu vermeiden.
Die
Vorgehensweise zum Erzeugen von Verschleißteillisten ist die gleiche.
Filtern auf Fluidteile zur grafischen
Ausgabe nach EPLAN
Um eine
Ausgabeliste zu erzeugen, die nur Fluid- oder Elektroteile beinhaltet gehen Sie
nach dem Einlesen der Stückliste folgendermaßen vor:
Erzeugen einer Druckeinstellung für
Fluidteile
Erstellen Sie
eine neue Druckeinstellung mit dem Namen FLUID. Wählen Sie im Feld
Artikelgruppe die Kennzeichnung „1“ mit F3 aus der Liste aus. Sollten keine
Datensätze mit „1“ angeboten werden, so sind keine FLUID-Teile enthalten. Die
Kennzeichnung „0“ bedeutet Elektroteil.
Ausgabe der Fluidliste nach EPLAN
Über den
Stücklistenassistent kann dann die gespeicherte Druckeinstellung über die
„Grafische Stücklistenausgabe“ ausgewählt und nach EPLAN geschrieben werden.
In der PMS32-Stückliste können jederzeit, also auch vor
dem ersten Einlesen einer Stückliste aus EPLAN, Artikelpositionen per Hand
eingefügt werden. Derartige Positionen werden in PMS32 als
Bedarfspositionen betrachtet. Die eingegebene Menge wird bei jedem
Einlesevorgang aus EPLAN für jede Position, die die gleiche Artikelnummer und
Artikelart hat um die Menge der von EPLAN übernommenen Liste reduziert. Damit
steht dem Anwender eine Funktion „Bedarfsposition“ zur Verfügung, die
für Vorabbestellungen genutzt werden kann.
Eine Bedarfsposition hat folgende
Eigenschaft:
SYSID = 0, Leer sind BMK, Funktionsgruppe
(FKTGR) und Teileart (TART). Treffen diese Werte zu, so nimmt PMS32
automatisch an, dass die eingefügte Position eine Bedarfsposition ist.
Eine Bedarfsposition wird solange in ihrer
Menge reduziert, bis diese Null ist. Dann wird die Position aus der CAE-Liste
gelöscht!
Wird eine Mengenminderung an einer
CAE-Position vorgenommen und existiert eine Bedarfsposition zum Artikel, so
wird die Menge dieser Bedarfsposition um die geminderte Menge erhöht!
Wichtig ist die Artikelart E11.IPY01, diese
wird bei Änderung einer Bedarfsposition benötigt. D.h., es wird keine
Bedarfsposition gemindert die als Art = Stammartikel eingestellt hat, wenn die
übertragene Positionsart etwa Beistellartikel ist! Dadurch können auch
Bedarfspositionen für Beistellartikel und Fremdbearbeitungsartikel angelegt
werden!
ACHTUNG: Ist die Endmenge einer
Bedarfsposition null, so wird diese aus der CAE-Liste gelöscht. Damit steht
keine Bedarfsposition mehr zur Verfügung, wenn Mengen einer CAE-Position
gemindert werden.
Übrigens, die Bedarfsposition wird auch
gemindert, wenn Pseudobaugruppen eingelesen werden. Sowohl bei Baugruppenköpfen
als auch bei Baugruppenpositionen!
Zur Kennzeichnung von Kundenbeistellungen
und Fremdbearbeitungen beim Kunden in EPLAN können die Felder
Funktionsgruppe und Teilart verwendet werden.
In diesem Beispiel wurde die Zeichenfolge #B
verwendet.
Einstellungen in den Firmenparametern:
Welches Feld aus EPLAN verwendet wird, und
mit welchem Wert es belegt sein muss, lässt sich in den PMS32-Firmenparametern
einstellen.
Um die Einstellungen vorzunehmen rufen Sie
in den PMS32-Firmenparameter die Seite CAE-Liste auf.
Dort können Sie das EPLAN-Feld auswählen, dass für die Erkennung verwendet
werden soll und den Wert für die Erkennung von Beistellungen und
Fremdbearbeitungen vorgeben.
Mit dem Einlesen einer EPLAN-Stückliste
werden dann automatisch alle in Frage kommenden Positionen entsprechend der
Einstellungen als Beistellpositionen oder Fremdbearbeitungspositionen angelegt.
In PMS32 besteht die Möglichkeit, eine
Protokollierung der Änderungen im Mengenbereich beim Einlesen einer
CAE-Stückliste mitzuschreiben. Damit kann der Benutzer nachsehen, welche Mengen
sich in seiner CAE-Stückliste geändert haben.
Um die Funktion zu aktivieren muss in den Firmenparametern auf der Seite CAE-Liste folgende Option aktiviert
werden:
Damit werden alle Änderungen einer Menge an
einer CAE-Position (auch Bedarfsposition) protokolliert.
Die Protokolle sind über das Menü „CAE-Funktionen
/ CAE-Differenzliste“ im
Hauptmenü und im Menü der Stücklistenbearbeitung aufrufbar.
In der Tabelle der Maske werden die
Änderungen für eine Übertragung dargestellt, d.h. mit jeder neuen Übertragung
wird ein neuer Kopfdatensatz mit gleicher CAE-Nummer angelegt. Die Auswahl,
welche Übertragung man sich ansehen möchte, kann man sich mit ALT+F3 auswählen.
In der Einzeldarstellung s.o. werden die
Positionen so angezeigt, wie sie vom CAE-System kommend eingelesen wurden. D.h.
werden Bedarfspositionen gemindert oder erhöht, so steht in der nächsten Zeile
die entsprechende CAE-Position, die diese Minderung / Erhöhung ausgelöst hat.
In der Maske
"CAE-Positionsliste" finden Sie unterhalb des Menüpunkts "CAE -
Funktionen" die Funktion "CAE-Stückliste -> Stamm-Baugruppe".
Damit können Sie
häufig benutzte CAE-Stücklisten in Stammbaugruppen übernehmen. Es empfiehlt
sich, dafür einen Stammartikel ohne Positionen zu erzeugen oder einen
vorhandenen Artikel zu verwenden , da die Positionen der CAE-Stückliste
automatisch übernommen werden. Beachten Sie dabei die Option "Stücklistenpositionen
anhängen". Der verwendete Artikel wird also erst durch diese Funktion zu einer
Stammbaugruppe.
Beide Felder sind Auswahl-/Editier-Felder,
d.h. Sie können von diesem Fenster aus mit [F2] in das Fenster
"CAE-Positionsliste" bzw. "Artikel allg." springen und dort
mit [F7] eine neue Stückliste bzw. einen neuen Stammartikel anlegen.
In die
Stammbaugruppe werden nur die Positionen geschrieben, die schon in der
CAE-Stückliste Stammartikel sind. Alle anderen Positionen haben die Artikelart
"NN" für "unbekannt" und können nicht übernommen werden.
Hier werden
Systemeinstellungen für EPLAN vorgenommen (Programme und Programmpfade):
·
EPLAN
Programmeinstellungen (Programmverzeichnis, Grafikausgabeprogramm, Datenaustauschprogramm)
·
PMS32
Programmpfade (PMS32 Programmverzeichnis, PMS32 Mandantenverzeichnis)
·
EPLAN
Artikelauswahl (Artikelauswahl Programm, Artikelauswahl COM-Server,
Schützdatenabgleich Programm)
·
EPLAN
Arbeitsparameter 2 (Artikelverwaltungsprogramm, Listenausgabeprogramm)
Siehe auch : Hauptmenü / Hauptindex; / Dictionary
Module / Programm- Module / Tabellen Index / Masken
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